EIN HERZ FÜR ZEBRAS – UND STROLCHE

Erinnerungen an Friedhelm Vos.
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MSV-Fans rühmen sich, besonders treu und leidensfähig zu sein. Friedhelm Vos blieb dem MSV Duisburg treu, als sich fast alle Leidgeplagten längst abgewendet hatten: Es war im Frühjahr 1986, als Co-Trainer Vos den MSV übernahm, zum zweiten Mal in dieser Katastrophen-Saison: Der Abstieg in die Drittklassigkeit stand längst fest, Gewinnen war von den Vereinsoberen quasi verboten worden, da es kein Geld für Siegprämien mehr gab. Zum letzten Heimspiel kamen 428 Zuschauer ins Wedaustadion. Ewiger Negativrekord. Duisburg schien sich seiner Zebras zu schämen.
Gemeinsam mit Detlef Pirsig baute Vos eine neue Mannschaft auf und meist kümmerte er sich dabei um jene, die hinterherhinkten. So lief er im Trainingslager immer am Ende der Gruppe, damit die beiden „Konditionswunder“ Michael Tönnies und Michael Struckmann nicht den Anschluss verloren.
Vos erzählte mir davon, als ich ihn im Sommer 2014 für die Tönnies-Biografie „Auf der Kippe“ interviewte. Für Vos waren die Spieler dieser Mannschaft „alles Strolche. Bis auf Heribert Macherey, Karl Rohr und Ewald Lienen, die waren lieb. Und natürlich die Kessen-Zwillinge – das waren Oberstrolche.“
Er meinte das gar nicht böse, denn auf seine Strolche ließ er nichts kommen. Auch nicht, wenn mal wieder einer zu tief ins Glas geschaut, gleich am ersten Arbeitstag blau gemacht oder die Straßenverkehrsordnung neu interpretiert hatte.
„Man braucht sie alle“, sagte er, „jeden an der richtigen Stelle.“ Die Strolche waren es dann auch, die den einzigen Titel der Klubgeschichte gewannen und den MSV zurück in den Profifußball brachten.
Verglichen mit damals wirkt der Fußball heute wie eine andere Sportart. Strolche gibt es keine mehr, und auch keinen Friedhelm Vos. Die Strolche von einst wissen das nur zu gut.
[geschrieben von Jan Mohnhaupt]

Legenden lässt man nicht im Stich – Hilfe für Werner (Lölle) Lotz

Werner (Lölle) Lotz geht es gesundheitlich nicht gut. In der Zeit zwischen 1963 und 1969 trug der aus der MSV-Jugend hervorgegangene Verteidiger in der Bundesliga 145 Ligaspiel das gestreifte Trikot und erzielte 28 Tore für unsere Farben. Aus gesundheitlichen Gründen musste Lölle 2011 das rechte Bein amputiert werden. Seit diesem Zeitpunkt lebt er in der Familie seines Sohnes, da ein Altenheim für die Familie niemals ein Thema war.

Als nun a$_35uch noch der Sohn von Werner Lotz schwer erkrankte und der häuslichen Pflege bedurfte, war es für die Familie nicht mehr zu schaffen. Das Einfamilienhaus ist nicht behindertengerecht und bedarf dringend eines Umbaus, um ein lebenswertes und der Situation angemessenes Lebensumfeld für die Familie zu schaffen. Aus eigenen Mitteln ist das nicht darstellbar, deshalb hat die Enkelin von Werner Lotz um Unterstützung gebeten und einen Spendenfond eingerichtet, um die dringend benötigten 15.000 Euro für die behindertengerechten Umbauten zusammen zu bekommen.

Zebras vergessen keine Legenden und es kam sofort zu einer solidarischen Aktion der Fans, an der sich mittlerweile viele beteiligen. Es wird noch einiges an finanziellen Mitteln benötigt. Gespendet werden kann hier sehr unkompliziert. Aber auch die Zebraherde stellt ihr Konto bei der

SPARKASSE DUISBURG
IBAN: DE48 3505 0000 02002 864 41
BIC   : DUISDE33xxx
Stichwort “Lölle”

zur Verfügung. Die hier eingehenden Spenden werden wir unvermittelt dem Fond unter Benennung des Spendernamens zuführen. Gerne geben wir auch auf Wunsch einen Überweisungsnachweis via Mail an den Spender. Also kommt, anpacken für einen der Unsrigen.

 

Betten für das Waisenhaus in Dar

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AGC 2016 – Die Wasserspiele

Am 18.06.2016 startete der diesjährige AGC unter besten organisatorischen, aber schlechtesten Wetterbedingungen. Schon Tage zuvor hatte es kräftig geregnet. Der Höhepunkt der unwetterartigen Regenfälle kam leider aber zur geplanten Anstoßzeit des Turniers. Platzregen und Gewitter ließen einen pünktlichen Start des traditionellen Kleinfeldturniers nicht zu. Mit einer halben Stunde Verspätung begannen die Spiele.

Als Schirmherr (im wahrsten Sinne und in tiefster Bedeutung des Wortes) eröffnete unser Freund Robert Philipps in Vertretung von Ingo Wald den 9. AGC in gewohnt herzlicher Form.

Allen Teams konnten wir nur größten Respekt zollen, bei diesem Wetter überhaupt anzutreten. Sechzehn Mannschaften kämpften sich durch die Fluten. Zwischendurch kam dann mal kurz die Sonne raus, Ivo besuchte uns in seiner Funktion als Juror des Kindermalwettbewerbs und es kam so etwas wie normales AGC-Feeling auf.

Der Schein trog. Noch heftiger meldeten sich Regen und Gewitter zurück. Das Wasser floss nicht mehr ab. In Abstimmung mit den Schiedsrichtern und den Teams sahen wir uns in Hinsicht auf die Gesundheit aller gezwungen, den AGC 2016 ohne Sieger abzubrechen. Gewinner waren aber alle in sportlicher Hinsicht. Leider konnten wir das selbst gesteckte Ziel zugunsten des NLZ wegen dieser Bedingungen nicht erreichen.

Hier ein paar Impressionen vom AGC – wir haben fast nur Fotos aus den Trockenperioden herausgesucht.

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